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06.12.2017 / Inland / Seite 5

Klage gegen Glyphosatschwindel

Umweltverbände stellen Strafanzeige gegen deutsche und EU-Zulassungsbehörde

Ralf Wurzbacher

Der Beschluss der EU-Mitgliedsstaaten aus der Vorwoche, den Einsatz des Totalherbizids Glyphosat in der Europäischen Union für fünf weitere Jahre zu genehmigen, hat ein juristisches Nachspiel. Am Montag reichte ein Bündnis von Umweltorganisationen aus Österreich, Italien, Frankreich und Deutschland Strafanzeige gegen die beiden bei der Bewertung des Ackergifts federführenden Behörden ein. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) seien der Körperverletzung, des Betrugs und des Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz verdächtig, heißt es in der Klageschrift, die der österreichische Verein »Global 2000« bei der Wiener Staatsanwaltschaft eingereicht hat.

Zu den Initiatoren gehören ferner das »Pesticide Action Network« (PAN) Europe, die deutsche PAN-Sektion in Hamburg sowie der französische Verband »Générations Futures« mit Sitz in Paris. Sie legen den Prüfern zur Last, bei der Einschät...

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