06.12.2017 / Inland / Seite 2

»Es ging bei den Razzien um den medialen Effekt«

Bundesweit Hausdurchsuchungen wegen Protesten gegen den G-20-Gipfel im Juli. Fadenscheinige Begründungen. Gespräch mit Halil Simsek

Kristian Stemmler

Schon Ende Juni, eine Woche vor dem G-20-Gipfel in Hamburg, hatten Sie »Besuch« von der Polizei. Bei der bundesweiten Razzia am gestrigen Dienstag war Ihre Wohnung das einzige Objekt in Hamburg, das durchsucht wurde. Wie lief das ab?

Diesmal waren sie netter, haben sogar geklingelt und nicht wie damals mit Antiterroreinheiten die Tür eingetreten. 15 bis 20 Beamte sind in die Wohnung gestürmt, kein Sondereinsatzkommando, sondern normale Polizisten, aber in voller Montur, dazu Beamte von der Sonderkommission »Schwarzer Block«.

Was hat die Polizei bei der Razzia mitgenommen?

Verschiedene Laptops, USB-Sticks und Handys, handschriftliche Aufzeichnungen. Groteskerweise fast exakt dasselbe, was sie Ende Juni mitgenommen hatten. Das finde ich schon recht albern. Die Sachen hatte ich während des G-20-Gipfels ja gar nicht. In der Zeit lagen sie in der Asservatenkammer im Polizeipräsidium. Auf den Datenträgern kann sich also gar nichts finden, mit dem die Soko irgen...

Artikel-Länge: 4273 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe