06.12.2017 / Titel / Seite 1

Gewalttäter gesucht

Großrazzia bei G-20-Gegnern: Beamte suchen angeblich Beweise für Steinwürfe, während Polizeigewalt Thema im Sonderausschuss ist

Claudia Wangerin

Knapp fünf Monate nach den Protesten gegen den G-20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei am Dienstag in acht Bundesländern Wohnungen von Linken durchsucht, die verdächtigt werden, dort an Ausschreitungen beteiligt gewesen zu sein. Es bestehe der dringende Tatverdacht, dass die 22 Beschuldigten Teil einer Gruppe gewesen seien, aus deren Mitte heraus Steine und andere Gegenstände auf Bundespolizisten geworfen worden seien, sagte Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer. Ermittelt werde wegen schweren Landfriedensbruchs. Festgenommen wurde allerdings niemand.

Wegen der fraglichen Vorfälle am 7. Juli im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld hatte bis vor wenigen Tagen der junge Italiener Fabio V. in Untersuchungshaft gesessen, obwohl dem inzwischen gegen Kaution freigelassenen 18jährigen nicht vorgeworfen wird, selbst etwas geworfen zu haben. Durch den damaligen Polizeieinsatz in Bahrenfeld waren 14 Personen verletzt worden, elf davon schwer. Betroffene warfen den B...

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