04.12.2017 / Feuilleton / Seite 11

Und das Riesenrad dreht sich

»Die Leben des Käpt’n Bilbo«, aufgeschrieben von Ludwig Lugmeier, sind kaum zu fassen, aber wahr

Christof Meueler

Dass man sich des öfteren neu zu erfinden habe, ist eine beliebte Forderung ökonomischer Antreiber, wenn beruflich bitte noch mehr geleistet werden soll. Locker bleiben, flexibel bleiben, kreativ bleiben, und alles für die Firma – das ist die kümmerliche Rhetorik, die von der einst euphorischen Parole »Die Phantasie an die Macht« aus der Revolte von »1968« übriggeblieben ist.

Doch manchmal muss man sich tatsächlich neu erfinden, von einem Leben in ein gänzlich anderes wechseln, wenn man denn überleben will. So eine wahre Geschichte hat der Schriftsteller Ludwig Lugmeier ebenso dicht wie packend aufgeschrieben, ein Abenteuerbuch über den Berliner Illusionisten, Künstler, Galeristen und Kneipier Jack Bilbo.

Vier Autobiographien

Auch wenn Lugmeier »Die Leben des Käpt’n Bilbo« einen »Faktenroman« nennt, kann man es kaum fassen, was diesem Mann alles passiert ist. »Und das Riesenrad dreht sich«, ist ein wiederkehrender Terminus des höchst elegant prosaisch for...

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