05.12.2017 / Thema / Seite 12

Bilanz des Scheiterns

Als Simbabwe 1980 unabhängig wurde, waren die Hoffnungen groß. Ein Rückblick auf die Ära Robert Mugabe

Christa Schaffmann

»Wir haben uns selbst ein sozialistisches Programm gegeben, weil wir an Sozialismus glauben, hergeleitet vom Marxismus-Leninismus. Aber zuerst muss die Situation konsolidiert werden. Mit der Unabhängigkeit haben wir die politischen Instrumente in der Hand, um die notwendigen ökonomischen Veränderungen durchzusetzen. Wir werden Banken, Industriebetriebe und Bergwerke nach und nach übernehmen; das ist der Weg, über den wir die Kontrolle durch die weiße Minderheit bzw. durch das Privateigentum reduzieren werden.«

Diese Sätze stammen von Robert Mugabe. Er äußerte sie in einem Interview mit der Berliner Zeitung kurz vor Weihnachten 1980. Harte Verhandlungen in London, wo die Weichen für Simbabwes Zukunft gestellt wurden, hatte er da hinter sich. Allzuviel Spielraum für die neuen Herrscher wollte die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien nicht riskieren. Die Verhandlungen mündeten damals in das Lancaster-House-Abkommen, das in mehreren Punkten eine britische H...

Artikel-Länge: 21474 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe