01.12.2017 / Ausland / Seite 2

Zählen, bis das Ergebnis passt

In Honduras soll Amtsinhaber Hernández die Wahl doch gewonnen haben. Proteste gegen Betrug in Tegucigalpa

Volker Hermsdorf

Honduras steht nach den Präsidentschaftswahlen vom vergangenen Sonntag offenbar vor einer schweren innenpolitischen Krise. Oppositionsanhänger, die in der Nacht zum Donnerstag in Tegucigalpa gegen einen von ihnen befürchteten Wahlbetrug demonstrierten, wurden von Einsatzkräften auseinandergetrieben. Die Präsenz des Militärs in den Straßen der Hauptstadt wurde weiter verstärkt. Im Zentrum der Kritik stehen das Oberste Wahlgericht (TSE) und die regierende rechte Nationalpartei (PN) des Amtsinhabers Juan Orlando Hernández.

Zehn Stunden nach Schließung der Wahllokale hatte das TSE in der Nacht zum Montag nach Auswertung von knapp 60 Prozent der Stimmzettel zunächst ein Zwischenergebnis veröffentlicht, nach dem Salvador Nasralla, der Kandidat der von linken und zentristischen Parteien gebildeten »Oppositionsallianz gegen die Diktatur«, mit rund 45 Prozent deutlich vor Hernández...

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