29.11.2017 / Inland / Seite 8

»Maßnahmen gegen 20jährige waren rechtswidrig«

Nach G-20-Protesten: Polizei entkleidete junge Frau und tasteten sie ab. Gericht kritisiert das. Gespräch mit Alma Kleen

Kristian Stemmler

Mitglieder ihrer Organisation haben schon beim G-20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht. Jetzt gab es neue Schikanen am Rande eines G-20-Prozesses. Was genau ist vorgefallen?

Die Geschehnisse am 25. Oktober betrafen keine Mitglieder der Falken, aber 13 Aktivisten, die teilweise im »Jugend gegen G 20«-Bündnis organisiert sind. Diesem Bündnis gehören auch wir an. Sie wollten als Prozessbeobachter die Verhandlung gegen den italienischen Aktivisten Alessandro R. kritisch begleiten und hatten sich zur Frühstückspause in einem Café eingefunden. Dieses Café wurde von 40 Bereitschaftspolizisten gestürmt. Die Beamten setzten die zum Teil minderjährigen Jugendlichen für mehr als eineinhalb Stunden in einem Hinterzimmer des Lokals fest und unterzogen sie einer erkennungsdienstlichen Maßnahme. Obwohl die Jugendlichen protestierten, nahm die Polizei Fotos, Personenbeschreibungen und Personalien auf.

Hat die Polizei zu dem Einsat...

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