29.11.2017 / Antifa / Seite 15

Regionale und kulturelle Kontinuität

Studienergebnis: Die NPD hat der AfD den Weg geebnet

Anselm Lenz

Eine neue Studie des Jenaer »Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft« (IDZ) weist auf rechte Normalisierungseffekte hin, die demnach lange vor den Wahlsiegen der AfD in vielen der 299 bundesdeutschen Wahlkreise einsetzten. Im Wahlkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge erzielte die AfD bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 ihr im nationalen Vergleich höchstes Ergebnis. 35,5 Prozent der Zweitstimmen bekam die rechte Partei dort und gewann mit einigem Abstand. 2013 hatte die NPD in dem sächsischen Wahlkreis 5,08 Prozent der abgegebenen Stimmen bekommen; die Wahlbeteiligung war eine der geringsten.

Das Abschneiden der NPD kann laut der Studie zusammen mit der Wahlbeteiligung als bundesweiter Indikator gelten: Überall dort, wo sich eine »lokale politische Kultur herausbildete, in der sich Demokratieverdrossenheit und Rechtsextremismus normalisierten«, hat die rechte »Alternative für Deutschland« ihre größten Erfolge erzielt, so die Autoren. Dies ...

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