29.11.2017 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: EU-Afrika-Gipfel

Jörg Kronauer

Ein Großereignis sind sie allemal, die EU-Afrika-Gipfel, die gewöhnlich alle drei Jahre abgehalten werden und deren fünfter heute in Abidjan, dem Regierungssitz der Côte d'Ivoire, beginnt. Die Spitzen der EU und der Afrikanischen Union (AU) sind dort präsent, darüber hinaus idealerweise die Staats- und Regierungschefs der 28 EU- und der 55 AU-Mitgliedsländer. Neben diversen Showveranstaltungen für das Publikum, etwa Jugendgipfeln und Zivilgesellschaftsforen, finden Debatten über gewichtige Themen statt – über die Wirtschaftskooperation, über Migration und ihre Abwehr sowie über das, was im Politjargon gewöhnlich »Frieden und Sicherheit« genannt wird, über Militärinterventionen und Krieg also. Für bedeutsamen Diskussionsstoff ist damit zur Genüge gesorgt.

Das heißt freilich nicht, dass die EU-Afrika-Gipfel bisher besonders erfolgreich gewesen wären – ganz im Gegenteil. Schon die erste Zusammenkunft im April 2000 in Kairo war von Dissonanzen überschattet: W...

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