30.11.2017 / Inland / Seite 8

»Alle werden dieser Überwachung ausgesetzt«

Erneute Protestaktion gegen automatisierte Gesichtserkennung am Berliner Bahnhof Südkreuz. Ein Gespräch mit Clara Weber und Lukas Krause

Anselm Lenz

Die Aktion hier am Bahnhof Berlin-Südkreuz (das Interview wurde während der Protestkundgebung am Montag geführt, jW) ist nicht Ihre erste. Warum machen Sie das?

Clara Weber: Mit diesem Tag ist das Pilotprojekt der Bundespolizei und des Innenministeriums seit drei Monaten am Laufen. Wir wollen heute die Passanten informieren, die jeden Tag diesen Bahnsteig und die Rolltreppe nutzen, auf die die Videoüberwachungskameras gerichtet sind. Das machen wir mit Flugblättern und im direkten Gespräch. Aber, vor allen Dingen, geht es uns darum: Dies ist nur ein Testprojekt. Es wird vielleicht noch nicht morgen flächendeckend eingeführt, aber sicherlich in den nächsten Jahren. Wenn wir nicht heute dagegen protestieren, werden wir den Verlauf kaum noch beeinflussen können.

Das, was hier in letzter Konsequenz vorbereitet wird, ist ja die automatisierte permanente Rasterfahnung. Alle sind verdächtig und werden überprüft werden. Oder verstehe ich das falsch?

Lukas Krause:...

Artikel-Länge: 4043 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe