29.11.2017 / Ausland / Seite 7

Athen bewaffnet Riad

Griechische Regierung will Rüstungsgüter an Saudi-Arabien verkaufen. Im Parlament gibt es Widerstand

Elisabeth Heinze, Thessaloniki

Saudi-Arabien ist im Jemen-Konflikt für die Bombardierung von Schulen, Krankenhäusern und der zivilen Infrastruktur verantwortlich. Dennoch wird das Königreich unter anderem von der BRD mit militärischer Ausrüstung versorgt. Griechenland könnte ebenfalls bald zu den Staaten gehören, die Rüstungserzeugnisse liefern. Bereits im Juni wurde am Flughafen in Thessaloniki ein Vertrag unterzeichnet, in dem der Verkauf von 300.000 Geschossen, vorgesehen für den US-amerikanischen Kampfpanzer des Typs M48A5 Molf, zum Preis von etwa 66 Millionen Euro geregelt wurde.

Das Militär ist in Griechenland seit der Nachkriegszeit stets ein Zentrum der Macht gewesen. Die Investition zugunsten der Armee werden z. B. wegen des angespannten Verhältnisses zur Türkei immer als Notwendigkeit dargestellt. Das kleine Mittelmeerland ist ein zuverlässiges NATO-Mitglied und liegt mit Rüstungsausgaben in Höhe von mehr als zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts über den Anforderungen de...

Artikel-Länge: 4008 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe