24.11.2017 / Inland / Seite 4

Abflug in den US-Bombenhagel

Bund und Länder wollen erneut 78 Afghanen abschieben, finden aber nicht genug Begleitbeamte

Jana Frielinghaus

Afghanistan ist sicher, seit die Bundesregierung dies mit der Regierung in Kabul vereinbart hat. Polizisten, die abgelehnte Asylbewerber aus dem Land am Hindukusch auf dem Abschiebeflug begleiten, verlassen deshalb niemals das Flughafengelände und reisen so schnell wie möglich zurück. Am Donnerstag berichtete Spiegel online, dass Bund und Länder erneut eine »nationale Sammelrückführungsmaßnahme« vom Flughafen Frankfurt am Main nach Kabul planen. 78 Menschen sollen dorthin abgeschoben werden, 16 von ihnen befinden sich derzeit in Haft. Zeitgleich soll nach Informationen des Magazins ein Abschiebeflug nach Pakistan stattfinden. Organisatorisch gibt es jedoch Probleme, denn den geltenden Vorschriften zufolge werden als Begleiter rund 100 Polizisten mit entsprechendem Visum und spezieller Ausbildung gebraucht. Das Bundespolizeipräsidium appelliert daher in einem Schreiben an geeignete Beamte, sich für die Reise zu melden, die »politische Priorität« habe.

Günt...

Artikel-Länge: 3363 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe