23.11.2017 / Medien / Seite 15

Ein Sündenbock namens Lindner

Nach Aufkündigung der Koalitionssondierung durch FDP-Chef: Medien verstärken Meinungsmache

Klaus Fischer

Nach dem Ende der Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen am Wochenende, verfielen die Lautsprecher deutscher Konzern- und Staatsmedien zunächst in eine Art Schock – um anschließend umgehend einen Sündenbock zu präsentieren: Christian Lindner von der FDP. Beim täglichen Blick in die Printmedien war am Montag und Dienstag wieder Nervenstärke gefordert.

Einheitsbrei. Wer kann, der lege die täglichen Ausgaben der »führenden Tageszeitungen« von FAZ bis taz morgens nebeneinander. Empirisches Fazit der Betrachtungen: In den zurückliegenden Jahren war es nicht selten, dass nahezu alle die gleiche Aufmachung, ähnliche Titelstorys und gelegentlich sogar dieselben Schlagworte benutzten. Aber zu diesem Wochenbeginn wurde deutlich, dass die Macher in den Redaktionen mit Feuereifer bei der Sache waren.

Lindner und die FDP gehören nicht zu den von jW besonders geschätzten politischen Kräften. Um so erstaun...

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