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23.11.2017 / Ausland / Seite 6

Schauspiel für den Westen

Simbabwes Präsident Mugabe angeblich freiwillig zurückgetreten. London und Washington übersehen die Panzer vor seiner Tür

Christian Selz, Kapstadt

Robert Mugabe, so viel ist klar, ist nicht mehr Präsident Simbabwes. Seine 37jährige Amtszeit endete spätestens in dem Moment, als Parlamentspräsident Jacob Mudenda am Dienstag nachmittag das Rücktrittsschreiben im Parlament verlas. Der Staatschef sei »freiwillig« und »aus Sorge um das Wohlergehen des simbabwischen Volkes« sowie aufgrund seines »Wunsches, einen reibungslosen, friedlichen und gewaltlosen Machtübergang sicherzustellen« zurückgetreten, hieß es darin. Angesichts dessen, dass das Militär Mugabe vor einer Woche de facto entmachtet und unter Hausarrest gestellt hatte, zeugen diese Formulierungen entweder von einem ausgeprägten Galgenhumor des 93jährigen – oder davon, dass er den Brief gar nicht selbst verfasst hat.

Gestürzt worden ist Mugabe so oder so – und selbstverständlich alles andere als freiwillig. Dass der Langzeitstaatschef keineswegs bereit war, sein Amt niederzulegen, hatte er noch am Sonntag eindrucksvoll demonstriert. Als die versam...

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