23.11.2017 / Titel / Seite 1

Whistleblower gesucht

NSU-Prozess: Nebenklägerin setzt auf »Behördenmitarbeiter mit Gewissen« und macht Zschäpe ein Angebot, falls sie redet

Claudia Wangerin, München

Gamze Kubasik hat nach viereinhalb Jahren NSU-Prozess den Anklägern vorgeworfen, das Aufklärungsversprechen der Kanzlerin nicht eingelöst zu haben, als sie sich Beweisanträgen der Nebenklage entgegenstellten. Die Tochter des 2006 in Dortmund erschossenen Kioskbesitzers Mehmet Kubasik und ihr Anwalt Sebastian Scharmer erinnerten am Mittwoch in einem gemeinsamen Schlussvortrag an Merkels Gedenkrede für die Opfer der Mordserie im Februar 2012: »Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen«, hatte die Kanzlerin damals den Angehörigen versprochen. Die Bundesanwaltschaft habe dagegen die Frage nach Hintermännern als »Fliegengesumme« abgetan, betonte Scharmer. Seine Mandantin hoffe nun auf »Behördenmitarbeiter mit Gewissen«, die bereit seien, zu reden. Außerdem würde sie sich persönlich für eine frühere Haftentlassung von Beate Zschäpe einsetzen, falls die Hauptangekla...

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