22.11.2017 / Feuilleton / Seite 11

Ein Glücksfall

Jan Schomburgs Jugendroman »Das Licht und die Geräusche« ist die Geschichte einer Suche

Michael Saager

»Das Tollste an der Schule ist doch, dass man sich mit Menschen auseinandersetzen muss, mit denen man sonst niemals was zu tun hätte.« Interessanter Gedanke. Nur eben keiner, auf den ein Schüler käme. Menschen, mit denen man sich als Teenager in der Schule auseinandersetzen muss, sind total nervig oder schrecklich langweilig. Sie machen dir das Leben schwer oder interessieren dich nicht die Bohne. Daher ist es auch nicht Johanna, die sympathische Hauptfigur und Ich-Erzählerin in Jan Schomburgs tollem Romandebüt »Das Licht und die Geräusche«, sondern Johannas Mutter, die diesen nett gemeinten Quatschsatz zum Besten gibt.

Der zitierte Satz ist aber noch etwas anderes, er entspricht einer der Leitideen des Autors für die Arbeit an seinem Roman. Da gibt es zum Beispiel einen Schüler namens Marcel, der sich einen anderen, den Außenseiter Timo, als Sklaven hält. Er erniedrigt ihn, quält ihn, nimmt ihn aus wie eine Weihnachtsgans – aber immerhin schenkt er ihm A...

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