22.11.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Belgiens Schuldenuhr tickt

Deutschlands Nachbar hat einen gewaltigen Berg an Verbindlichkeiten aufgehäuft. Das gefährdet vor allem vermögenslose Menschen und den Staat

Gerrit Hoekman

Die Zeitung De Tijd hat am Dienstag besorgt das Ende der Sondierungsgespräche in Berlin kommentiert. »Düstere Wolken« würden nun über Angela Merkels Zukunft hängen, so das belgische Wirtschaftsblatt. Finsterer als die Zukunft der noch geschäftsführenden deutschen Bundeskanzlerin sieht die Perspektive für das eigene Land aus. Belgien gilt manchem Beobachter ohnehin als ein »Failed State«, der lediglich durch die EU-und NATO-Hauptquartiere auf seinem Territorium zusammengehalten werde. Deshalb bereitet es vielen Sorgen, dass der Schuldenberg des Landes wächst und wächst.

Nimmt man öffentliche Hand, Unternehmen und Privathaushalte zusammen, beliefen sich die Verbindlichkeiten im vergangenen Jahr auf 296 Prozent der Jahreswirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt; BIP). Die waren damit so hoch wie noch nie in der Geschichte des Landes. Das geht aus Zahlen des Statistischen Amts der EU (Eurostat) hervor, über die De Tijd bereits am 15. November berichtet hatte...

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