22.11.2017 / Inland / Seite 4

Aufklärung, nicht Rache

NSU-Prozess: Nebenkläger haben klare Botschaften

Claudia Wangerin

Die Witwe des ermordeten Mehmet Kubasik hat ihr Nebenklageplädoyer im NSU-Prozess selbst eingeleitet. Als »Kurdin, Alevitin, Dortmunderin und deutsche Staatsangehörige« habe sie in diesem Land zwei Leben gehabt, sagte Elif Kubasik am Dienstag vor dem Oberlandesgericht München.

Das schöne Leben sei am 4. April 2006, dem Todestag ihres Mannes, zu Ende gewesen. Es sei nicht leicht für sie, »diese Leute zu sehen« und den Anblick der Hauptangeklagten Beate Zschäpe auszuhalten. Schwer zu ertragen seien aber auch die Aussagen der Dortmunder Polizisten gewesen, die wichtigen Hinweisen nicht nachgegangen seien. Sie wolle, dass die Angeklagten verurteilt würden, aber sie habe sich mehr Aufklärung über die Hintergründe und mögliche Mordhelfer gewünscht. Auch die Frage »Was wusste der Staat?« sei für sie wichtig, sagte Elif Kubasik. Als ihr Anwalt Carsten Ilius den Schlussvortrag fortsetzte, ging er zunächst auf Tatfolgen für die Witwe des Kioskbesitzers ein. Als er ...

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