22.11.2017 / Inland / Seite 2

»Die AfD ist kein ostdeutsches Problem«

Ultrarechte in der BRD: Neue Studie der Amadeu-Antonio-Stiftung weist regionale Kontinuitäten der AfD-Klientel nach. Gespräch mit Wolfgang Thierse

Anselm Lenz

In Diskussionen ist immer wieder die Rede von »Ängsten«, »Modernisierungsverlierern« und »abgehängten Milieus« als Träger des Rechtsrucks in der BRD. Schnell heißt es, das sei ein ostdeutsches Problem, etwa in Städten wie beispielsweise Görlitz. Doch wer und wo sind diese Leute?

Erstens kann man sofort sagen: Das gibt es nicht nur im Osten. Zweitens ist es ja eine Verkürzung, wenn man von Ängsten spricht. Ich meine damit: »Ich nehme ernst, wovor ihr euch fürchtet. Worüber ihr wütend seid, was euch ärgert.« Und dann ist der dritte Schritt zu sagen: »Begreift doch, dass die nationalistische Antwort, Schließung der Grenzen, Abschottung nach außen, die falsche Antwort ist.« Das gilt gerade für eine Stadt wie Görlitz, die an der Grenze liegt. Dort ist europäische Zusammenarbeit die einzige Zukunftsaussicht – und nicht die AfD.

Die am Dienstag vorgelegte Studie geht von »rechten Räumen« aus und untersucht sie nach Wahlkreisen. Der kommunistische Psychologe...

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