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20.11.2017 / Ausland / Seite 6

Wasser ist Menschenrecht

In Kuba ging die jahrelange Dürre zu Ende. Doch das Land bereitet sich auf kommende Trockenperioden vor

Marcel Kunzmann

In Kuba hat der Hurrikan »Irma« im September nicht nur eine Schneise der Verwüstung hinterlassen – er sorgte auch für heftige Regenfälle und beendete damit eine mehrjährige Dürreperiode, die im Sommer noch zu Engpässen bei der Trinkwasserversorgung geführt hatte. Waren die Stauseen der Insel im Sommer nur zu weniger als 40 Prozent gefüllt, meldete das Nationale Institut für Wasserwirtschaft (INRH) Anfang November einen Stand von 77 Prozent.

Der Regen war dringend notwendig. Die Dürreperiode hatte auf Kuba bereits seit über zwei Jahren angehalten und teils drastische Einschränkungen für Bevölkerung und Landwirtschaft mit sich gebracht. So mussten im Jahr 2015 viele Menschen in Santiago de Cuba, der zweitgrößten Stadt im Osten des Landes, durch Tankwagen mit Trinkwasser versorgt werden. Die Kubaner waren zur Rationierung gezwungen, was Duschen zum seltenen Luxus werden ließ. Die Zuflüsse zu den Staudämmen waren vor allem in Zentral- und Ostkuba ausgetrockne...

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