20.11.2017 / Inland / Seite 4

»Einer der größten Justizskandale«

Mordverdacht im Fall Oury Jalloh: Zehntausende unterstützen Petition gegen Einstellung des Verfahrens

Susan Bonath

Die jüngsten Berichte zum Fall des 2005 im Dessauer Polizeirevier verbrannten Oury Jalloh schlagen Wellen. Drei Tage nach junge Welt berichtete am Donnerstag das ARD-Magazin »Monitor« über die neuen Anhaltspunkte für eine Tötung des Flüchtlings aus Sierra Leone durch deutsche Polizisten. Zahlreiche andere Medien griffen das Thema ebenfalls auf. Nun protestieren der Gründer der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh, Mouctar Bah, und die in Guinea lebende Familie Jallohs mit einer Onlinepetition gegen die Einstellung der Ermittlungen. Rund 82.000 Menschen haben diese bis Sonntag mittag unterzeichnet.

»Es kann nicht sein, dass die beteiligten Polizisten ohne Strafe davonkommen«, heißt es in der Petition an die Staatsanwaltschaft Halle, Sachsen-Anhalts Justizministerin Anne-Marie Keding (CDU) und das Bundesjustizministerium. Dies sei offenbar das Ziel der Verantwortlichen, so Bah. Er stehe mit Jallohs Bruder Mamadou Saliou Diallo und dessen Vater Boubacar Dia...

Artikel-Länge: 3689 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe