18.11.2017 / Geschichte / Seite 15

Renitente Professoren

Für liberal-demokratische Verhältnisse: Die »Göttinger Sieben« wehrten sich vor 180 Jahren gegen die Wiedereinführung der ständischen Verfassung

Reiner Zilkenat

Göttingen war in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine renommierte Universitätsstadt im Königreich Hannover. Zwar zählte der Ort um 1840 lediglich 10.000 Einwohner, doch an der 1737 eingeweihten Universität lehrten nicht wenige Wissenschaftler, deren Reputation weit über die Grenzen der Stadt hinaus reichte. Von 1714 bis 1837 war das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg, das auf dem Wiener Kongress 1814 bedeutende Gebietszuwächse erhielt und zum »Königreich Hannover« erhoben wurde, in Personalunion vom jeweiligen König von Großbritannien und Irland regiert worden. König Wilhelm IV. hatte im Jahre 1833 eine liberale Verfassung erlassen, die einige Forderungen des aufstrebenden Bürgertums enthielt, darunter das Recht der »Zweiten Kammer« des Parlamentes, Gesetze zu beschließen, die Einführung der Ministerverantwortlichkeit und die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung sowie der Rechte der Bürger vor Gericht. Alle Staatsbediensteten wurden fortan auf diese K...

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