Schwarzer Kanal
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18.11.2017 / Ausland / Seite 2

»Beamte vernichteten Medikamente«

Kolumbien: Offenbar Misshandlung ­politischer Gefangener, die ­für Einhaltung der Friedensvereinbarung protestiert ­hatten. Ein Gespräch mit Mauricio Vidales

Martin Dolzer

In den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass in Kolumbien offenbar erneut politische Gefangene misshandelt und gefoltert wurden. In welchem Ausmaß soll das geschehen sein?

Mehr als 80 politische Gefangene der FARC-EP und der marxistischen Guerilla ELN wurden am 10. November im Gefängnis La Picota in Bogotá mißhandelt. Eine Gruppe des Instituto Nacional Penitenciario y Carcelario, INPEC, der nationalen Gefängnisadministration verletzte die Gefangenen schwer, unter anderem am Kopf. Zudem zerstörten die Beamten die Matratzen, entwendeten persönliche Gegenstände der Inhaftierten und vernichteten Medikamente für Schwerkranke. Dabei setzten sie auch Tränengas ein. Eine Delegation bestehend aus Mitgliedern der FARC-EP, der Nichtregierungsorganisation Defensoría del Pueblo, der Justiz und weiteren Gruppen hat diese Übergriffe dokumentiert.

Wie wurde die Delegation auf die Vorgänge aufmerksam?

Die Häftlinge in den kolumbianischen Gefängnissen sind organisiert und ...

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