17.11.2017 / Ausland / Seite 7

Bildung für den Klassenkampf

Eine Bildungskonferenz in Brasilien widmet sich dem Nachklang sozialer Kämpfe. Ideologischer Druck auf Lehrende nimmt zu

Matthias István Köhler

Was haben Bildung und Klassenkampf miteinander zu tun? Forschungsgruppen aus ganz Brasilien kamen vom 7. bis 10. November in Teresina, der Hauptstadt des Bundesstaates Piaui im Nordosten des Landes, zusammen, um über diese Frage zu diskutieren.

Als die Konferenz mit etwas Verspätung in der Bibliothek der Universität um halb sieben abends eröffnet wird, ist es draußen bereits dunkel, die Temperaturen liegen bei angenehmen 35 Grad. Die wissenschaftliche Konferenz beginnt mit einem kulturellen Programm. Der Chor der Bewegung der landlosen Arbeiter (MST) singt über die Bedeutung des Kampfes um Land. Dann marschieren die Aktivisten der Gruppe ein, sie rufen »Putschisten! Faschisten! No pasarão!« Auf der Bühne stellen sie den Kampf mit der Regierung, mit den multinationalen Unternehmen szenisch dar und rufen zur Solidarität von Ureinwohnern, Land- und Industriearbeitern auf.

Vor der Bibliothek stehen Studenten in Che-Guevara-T-Shirts. Sie scharen sich um e...

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