17.11.2017 / Ausland / Seite 6

USA verstärken Krieg in Somalia

Trump erhöht Zahl der Luftangriffe, erreicht aber nicht die Massenmord-Quantität seines Vorgängers

Knut Mellenthin

Die US-Streitkräfte haben ihre Luftangriffe gegen Ziele in Somalia seit Anfang November vervielfacht. Am Mittwoch gab das in Stuttgart ansässige Africa Command (Africom) den 28. Angriff in diesem Jahr bekannt. Er sei am Dienstag mit einem unbemannten Flugzeug, einer sogenannten Drohne, knapp 100 Kilometer von der somalischen Hauptstadt Mogadischu entfernt durchgeführt worden; »mehrere Terroristen« seien dabei getötet worden. Schon einige Stunden zuvor hatte die Befehlszentrale in Stuttgart zwei Luftangriffe gemeldet, die am Sonntag stattgefunden haben sollen. Der eine habe sich rund 65 Kilometer westlich von Mogadischu gegen die bewaffnete Organisation Al-Schabab gerichtet. Ziel des zweiten Schlages seien Kräfte des »Islamischen Staates« in der nordöstlichen Region Puntland gewesen. Diese hatte 1998 ihre Autonomie erklärt und ist praktisch ein unabhängiger Staat, der jedoch nicht international anerkannt ist.

Auch über die beiden Angriffe am Sonntag tei...

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