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16.11.2017 / Ausland / Seite 7

Bürgerkrieg im Südsudan geht weiter

UN-Beobachter warnen vor Genozid. Der Regierung wird vorgeworfen, die Bevölkerung auszuhungern

Gerrit Hoekman

Mit großer Sorge blicken die Menschen im Norden des Südsudans auf die im Dezember beginnende Trockenperiode. Die während der Regenzeit im Matsch versunkenen, unbefestigten Wege werden wieder befahrbar. Der Bürgerkrieg, der seit vier Jahren das Land im Griff hat, flammt dann regelmäßig neu auf.

»Falls die Regierung weiter auf einen militärischen Sieg setzt anstatt auf einen politischen Kompromiss, wird der Südsudan weitere Kämpfe und menschliches Leid sehen«, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters am Samstag aus einem internen Bericht von UN-Beobachtern an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Viel schlimmer noch: Im Südsudan drohe ein Genozid. Systematisch würden Hunderttausende durch Regierungstruppen vertrieben.

2013 brach der Konflikt als Machtkampf innerhalb der regierenden Südsudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLM) aus. Diese hatte das Land seit der Unabhängigkeit regiert. Dauerpräsident Salva Kiir überwarf sich mit seinem Vize Riek Machar. D...

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