14.11.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Russland isolieren

EU versucht, Ostseepipeline »Nord Stream 2« zu verhindern. Litauen macht Stimmung gegen »Russenstrom« aus Belarus

Reinhard Lauterbach

Nach außen behauptet die Projektgesellschaft für die neue Gaspipeline »Nord Stream 2« durch die Ostsee: Business as usual. In einer Unternehmensmeldung in der vergangenen Woche wurde aufgezählt, wie die Vorbereitungen für den auf kommendes Frühjahr terminierten Baubeginn liefen: 54.000 Röhren lagerten schon im Hafen von Mukran auf Rügen, weitere 25.000 in Finnland. Zusammen sind das etwa 35 Prozent der benötigten Gesamtmenge. Man habe einen ambitionierten Zeitplan, und der werde eingehalten, so ein Firmensprecher. 2019 solle die Leitung in Betrieb gehen.

Das ist inzwischen eine optimistische Annahme. Denn hinter den Kulissen kämpfen Gegner und Befürworter des Projekts mit allen nur denkbaren Argumenten und Kniffen. Zuletzt hat die EU versucht, sich im Wege der Selbstermächtigung die Zuständigkeit für Verhandlungen über die Leitung zu verschaffen, die sie zum Zeitpunkt der ersten Planungen noch nicht besaß. Es geht darum, dass nach dem Willen der Kommissio...

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