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11.11.2017 / Feuilleton / Seite 11

»Wir befreien uns selbst«

Ein linker Verlag wird 50: Ein Buch – »Die Trikont-Story« – und zwei »Labelnights« zum Jubiläum

Frank Schäfer

Die Trikont-Story ist eine dieser linken Erfolgsgeschichten, die einen nostalgisch erschauern lassen darüber, was in dieser anderen Zeit alles möglich war. Ein paar Universal-Dilettanten gründen 1967 einen Agitpropverlag, um den »trikontinentalen« Völkern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas im Kampf gegen die Ausbeutung durch den Westen zur Seite zu stehen. Am besten, indem man gleich mal die eigene Gesellschaft auf links krempelt. Der Geist der Zeit bläst ihnen ordentlich Wind in die Segel, und so landen sie sofort einen Bestseller nach dem anderen: Ches »Bolivianisches Tagebuch«, die »Mao-Bibel«, später dann die transkribierten Tonbandbekenntnisse des gesuchten Stadtguerilleros Bommi Baumann, »Wie alles anfing«. Deren Verbotsgeschichte wäre ein eigenes Buch wert gewesen, weil sich an ihr der autoritäre Geist der gar nicht mehr so jungen Bundesrepublik Mitte der Siebziger ganz hübsch zeigen ließe.

Die Erinnerungen des frustrierten, an den deutschen Verhäl...

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