11.11.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Heimat auf Zeit

Landkäufe im Ausland und Entstehung einer neuen Flüchtlingskategorie: Vor allem pazifische Ministaaten vom Anstieg der Meere bedroht

Thomas Berger

Vertreter von über 190 Staaten der Welt ringen sei Montag bei der Bonner Klimakonferenz darum, die beim Gipfeltreffen 2015 in Paris gefassten Beschlüsse zu ergänzen und zu präzisieren. Und während die Abgesandten um Kompromisse streiten, scheint der Klimawandel trotz aller bisherigen Bemühungen längst Realität zu sein. Kaum irgendwo sonst zeigen sich die von Forschern prophezeiten Symptome deutlicher als im Südpazifik. Dort drohen – sollte die aktuelle Entwicklung ungebremst weitergehen – ganze Länder von der Karte zu verschwinden oder unbewohnbar zu werden. Letzteres auch dann, wenn das weitere Ansteigen des Meeresspiegels noch eingedämmt werden kann. Im Bewusstsein dieser Entwicklung könnte Neuseeland schon bald weltweiter Vorreiter dabei sein, Klimaflüchtlinge offiziell anzuerkennen und ihnen Zuflucht zu bieten.

Wenige Wochen ist es her, dass ein Gericht in Neuseeland die Asylgesuche zweier Familien aus dem Ministaat Tuvalu ablehnte. Die Antragsteller ...

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