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10.11.2017 / Feminismus / Seite 15

Dem Land Kinder schenken

Wie »Lebensschützer« in Russland für ein Verbot des Schwangerschaftsabbruchs werben

Reinhard Lauterbach

In Russland machen Konservative und Klerikale seit Monaten gegen das geltende Recht auf Schwangerschaftsabbruch mobil. So stellten Aktive der »Lebensschutz«-Bewegung im Sommer in einem Moskauer Park 2.000 Paar Kinderschuhe auf, um auf die angeblich 2.000 täglich in Russland vorgenommenen Abtreibungen aufmerksam zu machen. Das Ganze unter der Parole »Wenn sie doch hätten zur Schule gehen können«. Das Vorgehen ist damit anders als das der fundamentalistischen Eiferer in Westeuropa. Während letztere mit Gruselfotos abgetriebener Föten schocken oder sich wie der ehemalige polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski zu der Forderung versteigen, auch das schwerstbehinderte Kind müsse wenigstens die Möglichkeit bekommen, getauft zu werden, heben die russischen Abtreibungsgegner auf die soziale Nützlichkeit des künftigen Menschen ab. Wie, so fragen sie, könne ein Land wieder groß werden, wenn seine Bevölkerung schrumpfe? Die Aktion »Für das Leben«, die hinter ...

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