10.11.2017 / Feuilleton / Seite 11

Die Wanduhr tickt

Wissen die Kuratoren, was sie tun? Anmerkungen zum 60. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm in Leipzig

Andreas Hahn

In diesem Jahr fand in Leipzig das 60. Festival für Dokumentar- und Animationsfilm statt. Dieses Jubiläum traf rein zufällig ein anderes – 100 Jahre Oktoberrevolution. Das waren zehn Tage, die, wie man damals sagte, die Welt erschütterten.

In deren Folge gab es damals auch recht neuartige Dokumentarfilme, deren Neuartigkeit tatsächlich so immens war, dass sie vielleicht bis heute noch nicht recht eingeholt wurde. Statt dessen hat man schon seit geraumer Zeit die Frage nach dem Neuen selbst mehr oder weniger ad acta gelegt. Aber das ist eine andere Geschichte, das soll uns jetzt nicht weiter beschäftigen. Zumindest schenkte das zufällige Zusammentreffen der Jubiläen dem diesjährigen Dok Leipzig das Thema seiner Retrospektive: »Denn dieser Welt ein ästhetischer und politischer Spiegel zu sein, gehört seit seiner Gründung zum bleibenden Selbstverständnis des Leipziger Festivals« konnte man im Katalog lesen. Glückauf, Kumpel! Die Reihe hieß »Kommandanten – Vo...

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