09.11.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Aufbruch im Donbass

Modernisierung von Produktionsanlagen: Wie die »VR Donezk« Schritt für Schritt ihre zerstörte Volkswirtschaft erneuert

Reinhard Lauterbach

Natürlich sieht es aus wie sowjetische Produktionspropaganda: Videos des Donezker Fernsehens, die mal hier, mal dort Szenen des Wiederaufbaus zeigen. Hier ein Kesselhaus in der Ortschaft Olexandriwka. Die mit Kohle betriebene Vorgängeranlage war im ukrainischen Bürgerkrieg zerstört worden, jetzt steht ein elektronisch gesteuerter Gaskessel in einem dafür viel zu großen Raum, und der Bürgermeister erzählt stolz, dass die Schule des Ortes wieder beheizt werden könne. Drei Jahre lang sei im Winter der Unterricht wegen der niedrigen Innentemperaturen verkürzt worden, die Kinder hätten in Anoraks und Handschuhen im Klassenraum gesessen. Dort sind es ein zwei Jahre nach dem Ende der Kämpfe wiederhergestellter Kindergarten in Debalzewe oder eine neue Hochspannungsleitung, die einen Außenbezirk von Gorliwka wieder stabil ans Stromnetz anschließt. Die Liste lässt sich fortsetzen.

Die Schäden, die der Krieg im dichtbesiedelten Donbass angerichtet hat, sind kaum zu ...

Artikel-Länge: 4887 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe