07.11.2017 / Inland / Seite 5

Betreutes Ein-Euro-Jobben

Neues Programm in Sachsen-Anhalt: Magdeburg will Langzeiterwerbslose mit Hilfe von »Intensivbetreuern« in Arbeitsmarkt integrieren

Susan Bonath

Wenn die Politik von Integration spricht, meint sie selten gesellschaftliche Teilhabe. Es geht gewöhnlich darum, Erwerbslose in den Arbeitsmarkt einzugliedern, ganz egal, zu welchem Preis. Die Grundannahme, Betroffene seien träge und ungebildet, müssten zum Schaffen animiert werden, liegt offenbar auch einem neuen Programm in Sachsen-Anhalt zugrunde. Es trägt den Titel »Stabilisierung und Teilhabe am Arbeitsleben«. Seit Montag stehen damit Plätze für 2.000 Langzeiterwerbslose aus der Landeshauptstadt Magdeburg zur Verfügung, wie der MDR Sachsen-Anhalt berichtete. Das erklärte Ziel dahinter: Betroffene über 35 Jahre sollen »Hemmnisse abbauen« und zur Aufnahme einer Beschäftigung »motiviert« werden.

Drei Jahre prekär

Um regulär entlohnte Arbeitsplätze geht es dabei nicht. Das Programm, das die Landesregierung initiiert und gestartet hat, ist vielmehr eine Neuauflage der Ein-Euro-Jobs in geballter Form. »Die Arbeitsverhältnisse sollen den Teilnehmern eine Pe...

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