07.11.2017 / Feuilleton / Seite 11

Über Haltungen reden

Eine Erinnerung an Klaus Schwabe

Peter Michel

Im Spätsommer 1987 saßen Klaus Schwabe, Jo Jastram und ich im Garten eines Restaurants am Bonner Rheinufer und feilten gemeinsam an einer Rede, die Klaus zur Eröffnung der Ausstellung »Bildhauerkunst aus der DDR« im Rheinischen Landesmuseum vortragen sollte. Diese Skulpturenschau fiel zufällig mit dem Staatsbesuch Erich Honeckers in Bonn zusammen.

Klaus sprach vor dem zumeist aus Offiziellen, Diplomaten, bundesdeutschen Künstlerkollegen und Medienvertretern zusammengesetzten Publikum im Rheinischen Landesmuseum. Er trat – wie stets – selbstbewusst und sicher auf. Das deutsch-deutsche Kulturabkommen hatte diese Ausstellung mit Werken von mehr als 50 Bildhauern der Nachkriegsgeneration ermöglicht. Eine »Terra incognita« für die westdeutsche kunstinteressierte Öffentlichkeit wurde nun direkt erlebbar. Klaus fand kluge Worte: »Was vermag Kunst im Prozess der Weltveränderung zum Nutzen der Menschen zu bewirken? Das lässt erkennbar werden, dass wir weniger gern...

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