04.11.2017 / Inland / Seite 2

»Demokratie auf Profit und Karriere ausgerichtet«

Club of Rome hegt keine Hoffnung für den Klimagipfel in Bonn. Die Forscher fordern heute eine Orientierung an der KP Chinas. Ein Gespräch mit Graeme Maxton

Anselm Lenz

Graeme Maxton, Sie sind Wissenschaftler. Wie ist Ihr Verhältnis zu den Unterstützern und Finanziers Ihrer Arbeit beim Club of Rome (CoR)?

Wir bestehen grundsätzlich auf wissenschaftlicher und publizistischer Unabhängigkeit von finanziellen Unterstützern. Wir ­blicken auf bald 50 Jahre zurück, in denen unsere Forschung besser finanziert war und Zeiten, in denen es schlechter war. Anders als zu unserer Gründungszeit – in der der CoR übrigens auch nicht auf Rosen gebettet war – sind es heute eine chinesische und eine schweizerische Stiftung, die uns fördern.

Vor 45 Jahren wurde der erste Bericht mit Prognosen über die Entwicklung des Weltklimas, des Bevölkerungswachstums und der Erdressourcen veröffentlicht. Haben sich Ihre Annahmen aus »Die Grenzen des Wachstums« bewahrheitet?

Ja, es war ein erster Meilenstein. Es gab von Anbeginn Anfeindungen und sogar Verleumdungen von Regierungen, Konzernen und Ökonomen, die ungebremstes Wachstum und gesteigerte Profite ...

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