03.11.2017 / Ausland / Seite 6

Windeln für die Nacht

Aus dem Krieg ins Elend. Griechenland steht EU-Flüchtlingspolitik ohnmächtig gegenüber

Hansgeorg Hermann

Nahezu 70.000 Flüchtlinge warten nach Angaben des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge derzeit in Griechenland darauf, ihr Leben in einem der EU-Staaten weiterzuführen. Die meisten sind schwer traumatisiert. Sie haben Krieg und Folter in Afghanistan, Syrien und dem Irak überlebt und werden jetzt in streng bewachte Lager auf den griechischen Inseln nahe dem türkischen Festland gepfercht. Die Situation könnte außer Kontrolle geraten in diesem Winter, warnen die Präfekten von Lesbos und Samos. Die Zustände seien jetzt schon katastrophal, hatte die für die Pariser Tageszeitung Libération aus Athen berichtende griechische Journalistin Maria Malagardis in der vergangenen Woche geschrieben.

»Wer wollte in diesen Lagern leben«, fragt Malagardis, »ohne Heizung, ohne funktionierende Duschen, mit Schlangen und Skorpionen mitten in einem völlig übervölkerten Zeltdorf, das für 2.000 Menschen vorgesehen war und in dem heute 6.000 Männer, Frauen und Kinder vegetieren?«...

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