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28.09.2002 / Feuilleton / Seite 13

Negative Getränke-Utopie

Die Inchtabokatables haben ausgetrunken. Ein Nachruf

Heinrich Hecht

Zehn Jahre Geld verdienen – zehn Jahre Pause.

In elf Jahren waren sie nur zweimal in den Charts, liefen einmal auf MTV, und trotzdem waren sie über zehn Jahre Deutschlands erfolgreichste Liveband. Mit den Inchtabokatables verabschiedet sich heute Nacht ein beruhigend verwirrendes Phänomen.

1991 war die Gitarre nur noch steriles Stereotyp. Das Bandwesen befaßte sich mit Crossover, alle gniedelten gleich, jede Woche gab’s das neue Ding aus Seattle, Tekkno und Techno vereinten sich als Loveparade zum Mainstream.

Die Göttin des Rock’n’Roll war eingetrocknet, als in Ostberlin vier Getränkespezialisten übereinander purzelten. Drei hatten eine klassische Ausbildung, aber mehr Durst, als Orchestermusikern zusteht. Vollsuff braucht Geld, um zum Bier zu gelangen, wurde eine Existenz als Band erwogen. Beim ersten Versuch gab’s einen Kasten, dann kamen sechs Platten. Die zugelegten Tarnnamen B.Breuler, B.Deutung, Kokolores Mitnichten, Party-Olli, Herr Jeh ...





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