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28.09.2002 / Ansichten / Seite 4 (Beilage)

Zwischen Agitation und Ernüchterung

jW-Wochenend-Gespräch mit Dunstan Bruce von Chumbawamba

Martin Büsser

* Weil Chumbawamba zu den wenigen Popbands gehört, die griffige Melodien mit linkem Agitprop verbinden, werden sie von Linken besonders argwöhnisch beobachtet. Ihr zeitweiliger Wechsel zu EMI-Records sorgte für einen empörten Aufschrei des Publikums. In Punk-Kreisen, die Chumbawamba auch dann noch die Treue hielten, als ihre Musik mit Disco-Elementen spielte, hagelte es heftige Proteste, weil die Band ausgerechnet bei einem Konzern unterschrieben hatte, der in Rüstungsgeschäfte involviert sei. Chumbawamba dementierten: EMI habe mit der Waffenindustrie nichts mehr zu tun. Wie auch immer, die Verbindung zwischen der Band, die sich1984 unter dem Einfluß der britischen Anarchopunks Crass gegründet hatte, und dem Konzern wurde wieder gelöst. »Readymade«, ihr inzwischen elftes Studioalbum, ist auf dem eigenen kleinen »Mutt«-Label (Zomba-Vertrieb) erschienen und musikalisch komplexer denn je. Mit ihrer collagenhaften Musik, die viele Samples aus Folk und Arbeite...

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