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02.11.2017 / Ausland / Seite 7

Mal dafür und mal dagegen

Israel fordert für die irakischen Kurden, was es den Palästinensern vorenthält: einen eigenen Staat

Knut Mellenthin

Das irakische Parlament hat am Dienstag beschlossen, dass bei öffentlichen Versammlungen und Kundgebungen keine »zionistischen Symbole«, insbesondere keine israelischen Flaggen, gezeigt werden dürfen. Verstöße sollen als Straftaten schwer geahndet werden.

Die Initiative war von der schiitischen Bürgerallianz ausgegangen, die auch unter dem alten Namen »Oberster Islamischer Rat« bekannt ist. Das Verbot wurde einstimmig beschlossen.

Anlass der Maßnahme waren Szenen, die nach dem Referendum vom 25. September über die Unabhängigkeit der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak durch die internationalen Medien gingen: Bei den Freudenkundgebungen über die hohe Zustimmung von 92 Prozent waren neben kurdischen auch israelische Fahnen geschwenkt worden. Die Regionalregierung hatte dazu erklärt, das sei »spontan« erfolgt und spiegele nicht ihre Haltung.

Die Sympathien vieler irakischer Kurden für Israel haben historische Wurzeln, die bis in die 60er Jahre des ...

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