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01.11.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 5

Strategie eines Neuntklässlers

Auch unter der Regie des französischen PSA-Konzerns setzt Opel auf Arbeitsplatzvernichtung, um aus den roten Zahlen zu kommen

Daniel Behruzi

Die Angst geht um bei Opel – wieder einmal. Seit vielen Jahren folgt bei dem Autohersteller ein Abbauplan auf den anderen. Die Zahl der Jobs an den deutschen Standorten sank unter der Direktion des US-Mutterkonzerns General Motors (GM) seit Anfang der 1990er Jahre von mehr als 50.000 auf noch etwa 19.000. Die Fabriken in Antwerpen und Bochum wurden dichtgemacht, die Löhne so weit gekürzt, dass sie mittlerweile unter dem Flächentarif der Metallindustrie liegen. Wer gehofft hatte, mit der Opel-Übernahme durch den französischen PSA-Konzern (Peugeot/Citroën) im August werde alles besser, sieht sich bitter enttäuscht. Statt dessen werden die nächsten Einschnitte angekündigt. Nach Äußerungen von PSA-Chef Carlos Tavares zu urteilen, könnten sie noch radikaler ausfallen als die bisherigen.

»Allen muss klar sein, dass der Status quo bei Opel keine Option ist«, drohte Tavares im Interview mit der Zeitung Die Welt vom 21. Oktober. »Mein Eindruck ist, viele Proble...

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