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28.09.2002 / Ansichten / Seite 2

Genitalverstümmelung an Mädchen: Wie die sinnlosen Qualen beenden?

jW fragte Petra Schnüll, Ethnologin und Sprecherin der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes, die eine Kampagne gegen Genitalverstümmelung begonnen hat

Reimar Paul

F: Wie viele Frauen sind von Genitalverstümmelung betroffen?

Weltweit etwa 150 Millionen. Jedes Jahr kommen weitere zwei Millionen hinzu. Genitalverstümmelung wird in fast 30 afrikanischen Ländern praktiziert, außerdem in Teilen Asiens und einigen Staaten auf der arabischen Halbinsel. Infolge von Zuwanderung werden Genitalverstümmelungen inzwischen auch in vielen Ländern Europas und in Nordamerika vorgenommen. In Deutschland sind schätzungsweise 21000 Frauen betroffen und 6000 Mädchen davon bedroht. Die Familien bringen ihre Töchter in den Ferien zur Beschneidung in ihre Heimatländer oder lassen den Eingriff manchmal in der Bundesrepublik vornehmen. Illegal, denn nach dem deutschen Strafrecht stellt die Verstümmelung weiblicher Genitalien eine schwere Körperverletzung dar.

F: Was wird den Mädchen angetan?

Ihnen wird die Klitoris teilweise oder vollständig abgetrennt, oft werden zusätzlich die kleinen Schamlippen amputiert. Manchmal wird auch ein ...





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