01.11.2017 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Labour kann es noch

Neues Links-rechts-Bündnis in Neuseeland will bis 2021 den Mindestlohn deutlich anheben. Erste Steigerung ab April

Thomas Berger

Labour kann es noch, auch in Neuseeland. Die neue Regierung dort startet mit einer sozialpolitischen Offensive. Noch ehe das Kabinett unter der 37jährigen Sozialdemokratin Jacinda Ardern offiziell im Amt ist, haben viele ihrer Landsleute Grund zur Freude. Eine der ersten Entscheidungen galt der Anhebung des Mindestlohns. Der liegt aktuell bei 15,75 Neuseeland-Dollar (NZD) pro Stunde (etwa 9,30 Euro) und soll bis 2021 schrittweise auf 20 NZD angehoben werden. Ab April kommenden Jahres wird demnach in einem ersten Schritt der Mindestverdienst auf 16,50 Dollar angehoben. Während Gewerkschaften und von den Medien befragte Geringverdiener die Ankündigung ausdrücklich begrüßen, warnte die Wirtschaftslobby: Der Schritt könnte schädlich für die Beschäftigungssituation sein und das ökonomische Wachstum ersticken. Doch das ficht die Regierungsfraktionen aus New Zealand Labour Party, Grünen und der rechtsbürgerlichen New-Zealand-First-Partei nicht an, hatten sie doc...

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