26.10.2017 / Ausland / Seite 8

»Verträge mit Indien sind selten vorteilhaft für uns«

Die Macht des großen Nachbarn ist überall in Bangladesch ­spürbar. Gespräch mit Manisha Chakraborty

Roland Zschächner

Ihr Verband, die Sozialistische Studentenfront Bangladeschs, sieht sich als Teil des revolutionären Kampfs im Land. Sie kämpfen für soziale Fortschritte und gegen den Einfluss der Imperialisten auf Bangladesch. Als einen entscheidenden Gegner haben Sie dabei Indien ausgemacht. Warum?

Nun, Indien umgibt Bangladesch von drei Seiten – und auf der vierten liegt das Meer. (Lacht.) Tatsächlich ist Indien die imperialistische Macht, die den größten Einfluss auf Bangladesch ausübt. Das gilt für viele Bereiche, darunter so existentielle wie die Wasserversorgung. Ein Beispiel dazu: Die Flüsse, die durch Bangladesch fließen, haben ihren Ursprung in Indien. In Zeiten, in denen es besonders trocken ist, drosselt Indien die Wassermenge, die Bangladesch erreicht, noch weiter herunter. Regnet es hingegen besonders viel, nimmt man Überschwemmungen in unserem Land einfach in Kauf.

Wird auf Ihr Land auch wirtschaftlicher Druck ausgeübt?

Indien schließt diverse Verträ...

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