24.10.2017 / Ausland / Seite 6

Sehnsucht nach Normalität

Drei Jahre nach dem Anschluss an Russland bleibt die Lage auf der Krim schwierig

David X. Noack, Sewastopol

Drei Jahre nach dem Anschluss der Krim an Russland ist die Halbinsel von einer Normalisierung der Bedingungen noch weit entfernt. Die von Steppen geprägte Exklave leidet unter einem deutlich gesunkenen Grundwasserspiegel, nachdem die ukrainische Regierung 2015 den Süßwasserzufluss aus dem Dnjepr über den Nord-Krim-Kanal durch einen Damm abschneiden ließ. Die Lage der Landwirtschaft ist seither prekär, der Tourismus bekommt immer größere Bedeutung. Die meist russischen Besucher fliegen dafür über den Flughafen Simferopol ein oder überqueren die Wasserstraße von Kertsch mit der Fähre.

Eine dringend benötigte Land­brücke zwischen der Krim und dem russischen Festland existiert noch nicht, die Bauarbeiten sollen aber im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Über die Brücke sollen dann nicht nur eine Straße und eine Eisenbahnstrecke verlaufen, sondern auch eine Pipeline, welche die vormals ukrainische Halbinsel mit Süßwasser aus dem Kuban-Gebiet versorgen soll.

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