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24.10.2017 / Schwerpunkt / Seite 3

»Sumpf der Selbstgefälligkeit und Eigenliebe«

27 Jahre CDU-Dominanz in Sachsen: Lehrermangel, Niedriglöhne und Rassismus. Ein Gespräch mit Susanne Schaper

Interview: Markus Bernhardt

Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat angekündigt, auf dem Landesparteitag der CDU am 9. Dezember nicht mehr als Landesvorsitzender seiner Partei antreten zu wollen. Zugleich will er im Dezember als Ministerpräsident zurücktreten. Wie bewerten Sie diese Ankündigungen?

Diese Schritte sind überfällig. Stanislaw Tillich war eher Verwalter als der innovative Geist, den es in Sachsen gebraucht hätte. Er war der große »Aussitzer«, und so war auch sein Regierungsstil. Sachsen steht vor großen Herausforderungen. Da ist Tillich definitiv der falsche Mann. Ob es sein Generalsekretär richten kann, der bisher alles mitgetragen hat, bezweifle ich.

Kann man das denn nur an einer Person festmachen?

Natürlich nicht. Der Fisch stinkt zwar vom Kopf her, aber mit dieser Feststellung ist die Sache ja nicht erledigt. Fakt ist, dass die sächsische CDU seit dem Ende der DDR den Freistaat in unterschiedlichen Koalitionen regiert. Spätestens seit 2000 haben...

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