23.10.2017 / Inland / Seite 5

An Aufklärung wenig Interesse

Prozesstermin gegen ehemalige Mitarbeiter von Heckler & Koch wegen illegaler Waffenexporte nach Mexiko angesetzt – mehr als sieben Jahre zu spät

Ben Mendelson

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam in Stuttgart. Besonders wenn es um die Aufarbeitung von Waffenexporten geht, die möglicherweise illegal waren. Anders ist es nicht zu erklären, dass siebeneinhalb Jahre nach einer Strafanzeige gegen ehemalige Mitarbeiter des Kleinwaffenproduzenten Heckler & Koch immer noch kein Termin für den Prozessbeginn festgelegt wurde. Immerhin: Aus dem Landgericht Stuttgart verlautete es in der vergangenen Woche, der Prozess würde im Frühjahr 2018 beginnen.

Allerdings hat Jürgen Grässlin solche Ankündigungen schon häufig gehört. Aber »der Prozessbeginn wurde immer wieder verschoben«, sagte der Sprecher der Kampagne »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!« am Sonntag im Gespräch mit dieser Zeitung. Dabei geht es immerhin um mehr als 9.000 G-36-Sturmgewehre, die nach Mexiko geliefert wurden – die Hälfte davon in »Unruheprovinzen« – und damit um einen der größten Fälle illegaler Waffenexporte, der vor einem deutschen Gerich...

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