Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Dienstag, 17. September 2019, Nr. 216
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
23.10.2017 / Inland / Seite 5

An Aufklärung wenig Interesse

Prozesstermin gegen ehemalige Mitarbeiter von Heckler & Koch wegen illegaler Waffenexporte nach Mexiko angesetzt – mehr als sieben Jahre zu spät

Ben Mendelson

Die Mühlen der Justiz mahlen langsam in Stuttgart. Besonders wenn es um die Aufarbeitung von Waffenexporten geht, die möglicherweise illegal waren. Anders ist es nicht zu erklären, dass siebeneinhalb Jahre nach einer Strafanzeige gegen ehemalige Mitarbeiter des Kleinwaffenproduzenten Heckler & Koch immer noch kein Termin für den Prozessbeginn festgelegt wurde. Immerhin: Aus dem Landgericht Stuttgart verlautete es in der vergangenen Woche, der Prozess würde im Frühjahr 2018 beginnen.

Allerdings hat Jürgen Grässlin solche Ankündigungen schon häufig gehört. Aber »der Prozessbeginn wurde immer wieder verschoben«, sagte der Sprecher der Kampagne »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!« am Sonntag im Gespräch mit dieser Zeitung. Dabei geht es immerhin um mehr als 9.000 G-36-Sturmgewehre, die nach Mexiko geliefert wurden – die Hälfte davon in »Unruheprovinzen« – und damit um einen der größten Fälle illegaler Waffenexporte, der vor einem deutschen Gerich...

Artikel-Länge: 4268 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €