23.10.2017 / Inland / Seite 4

Zentrale Rolle im Ökosystem

Agrarexperte zum Insektensterben: Monokulturen und Glyphosat gefährden Bestäubung

Es liegt wohl nicht am Klimawandel: In einer großangelegten Studie haben Forscher einen dramatischen Rückgang der Zahl geflügelter Insekten in Deutschland festgestellt. Seit 1990 sei der Bestand um mehr als drei Viertel geschrumpft, heißt es in der Dokumentation, die vergangene Woche in der Onlinefachzeitschrift Plos One veröffentlicht wurde. Die Gründe seien nicht hundertprozentig klar, sagen Skeptiker – Umweltschützer, Agrarökologen und Kommentatoren meinen jedoch: lieber keine Zeit verlieren und die wahrscheinlichsten Ursachen beseitigen.

Das internationale Expertenteam hatte zwischen 1989 und 2016 das Insektenaufkommen in 63 deutschen Naturschutzgebieten gemessen, indem sie Klebefallen aufstellten und die Biomasse der darin befindlichen Tiere maßen. Über den Zeitraum von 27 Jahren ergab sich dabei im Schnitt ein Rückgang um 76 Prozent. Insgesamt sei der Schwund »viel schwerwiegender als gedacht«, erkl...

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