21.10.2017 / Ausland / Seite 7

Aufklärung unerwünscht

Malta: Nach Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia wächst das Misstrauen gegenüber den Behörden

Leonie Haenchen

In den Tagen nach dem tödlichen Bombenanschlag auf Daphne Caruana Galizia wurden ausgerechnet jene Stimmen laut, denen die maltesische Journalistin so offen misstraut hatte: Premierminister Joseph Muscat erklärte am Mittwoch, durch ihren Tod werde das Land niemals erfahren, was an ihren Vorwürfen gegen Oppositionsführer Adrian Delia wirklich dran sei. Der Politiker der konservativ-christlichen Partit Nazzjonalista erklärte seinerseits, Muscats Regierung habe den Kollaps des Rechtsstaats in Malta überhaupt erst ermöglicht. Die investigative Journalistin war am Montag durch die Explosion einer aus Plastiksprengstoff gefertigten und per Handy ausgelösten Bombe an ihrem Auto ums Leben gekommen. Für die furchtlose Enthüllung von Finanzverbrechen der Mächtigen ihres Landes war sie international angesehen. Caruana Galizias Ermordung habe eine Stille hinterlassen, die alles sage, schrieb die Zeitung Malta Independent.

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