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20.10.2017 / Feminismus / Seite 15

Befreiung in weiter Ferne

Bericht: In Afghanistan gehen zwei Drittel der Mädchen nicht zur Schule. Mehr als 60 Prozent der jungen Frauen können nicht lesen und schreiben

Jana Frielinghaus

Mit der Notwendigkeit der Frauenbefreiung rechtfertigten insbesondere die deutschen Grünen 2001 und in den Folgejahren gern ihre Zustimmung zur Beteiligung der Bundesrepublik an NATO-Krieg und -Besatzung in Afghanistan. Noch immer wird von Politikern in den Ländern der westlichen Allianz behauptet, in Sachen Bildung, Teilhabe am Berufsleben und Verringerung der Diskriminierung von Frauen habe sich viel getan. Zahllose unter anderem von den Vereinten Nationen veröffentlichte Berichte zeigen das Gegenteil: Zwangsverheiratung und Rechtlosigkeit sind für die Mehrheit der Afghaninnen nach wie vor Alltag. Die wenigen, die sich ihre formal existierenden Rechte nehmen, müssen um ihr Leben fürchten.

Ein am Dienstag veröffentlichter Report der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) belegt, dass gerade hinsichtlich des Zugangs zu Bildung die Lage der Frauen in dem zentralasiatischen Land nach wie vor katastrophal ist. 16 Jahre nach der Vertreibung der T...

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