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19.10.2017 / Feuilleton / Seite 11

»Was ein Angeber«

Nicht jeder mag Proust – Matthias Zschokke hat sogar ein Buch darüber geschrieben

Werner Jung

Gewiss, man kann nachvollziehen, dass ein Autor, der sich offenkundig in einer Phase unproduktiver Langeweile befindet, nach Lektüre und Anregungen sucht und deshalb auf sogenannte kanonische Klassiker der Weltliteratur zurückgreift. In Matthias Zschokkes Fall war es Marcel Prousts »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«. Einen ganzen Sommer habe er mit der Lektüre des Romanzyklus verbracht, schreibt er seiner französischen Übersetzerin, einem Freund und Luzius Keller, dem Übersetzer und deutschen Herausgeber Prousts, mit dem ihn ebenfalls eine Freundschaft verbindet. Aus diesen Mitteilungen hat Zschokke kurzerhand wieder ein Buch gemacht, besser ein Büchlein: »Ein Sommer mit Proust«.

Anders ...

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